SaB: das DaZ-Zentrum in Bad Segeberg

DaZSeit nunmehr fünf Jahren existiert das DaZ-Zentrum an unserer Schule. Angefangen hat alles mit einer Handvoll Kindern, die damals bei uns die deutsche Sprache erlernten. Nach einer rasanten und mitunter auch turbulenten Entwicklung gehört das DaZ-Zentrum mit derzeit mehr als 144 Schülerinnen und Schülern aus über 11 Nationen (Tendenz steigend) fest zu unserem Schulalltag. Doch wer nun denkt, hier werde ausschließlich Deutsch „gepaukt“, liegt falsch. Natürlich steht das Erlernen der deutschen Sprache im Mittelpunkt unserer Arbeit, aber dies ist nur ein Aspekt, der zu einer gelungenen Willkommenskultur und Integration gehört.

Mindestens ebenso wichtig ist es, dass diese jungen Menschen die deutsche Kultur kennenlernen, dabei aber auch ihre eigene Herkunft wertgeschätzt wird. So kann sich kaum jemand vorstellen, welche Faszination bei Schülerinnen und Schülern, die in ihrem Leben noch nie Schnee gesehen haben, beim Eislaufen aufkommt.

Die gesamte Schule trägt einen großen Teil dazu bei, dass unsere „DaZis“ (wie wir sie liebevoll nennen) gut in Deutschland ankommen und hier das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit erleben, indem sie von den Lehrkräften und Mitschülern herzlich in die Klassen aufgenommen werden. Ebenso lernen wir auf der anderen Seite sehr viel von diesen Schülerinnen und Schülern, wenn sie uns über ihre Herkunftsländer und Kultur berichten. Um dies auch in die Gesellschaft zu transportieren, beteiligt sich das DaZ-Zentrum jedes Jahr an der interkulturellen Woche in Bad Segeberg, indem verschiedene Programmpunkte angeboten werden, wie im letzten Jahr „Spiele aus aller Welt".

Aus dem DaZ-Zentrum

Projekttage der Begegnung

Die Schule am Burgfeld ließ das Schuljahr 2015/2016 mit den „Projekttagen der Begegnung“ ausklingen. Vom 19. bis 20. Juli 2016 organisierten die Schülerinnen und Schüler der Regelklassen zusammen mit den Kindern und Jugendlichen der DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) über zwei Schultage ein interkulturelles Fest der Begegnung, das von der Schulgemeinschaft am 21. Juli gefeiert wurde. Als Abschluss der Projekttage bildete die gesamte Schule als Symbol der Gemeinschaft eine Menschenkette um das Schulgebäude.

„Ich freue mich, dass die kurze Dauer der Projektwoche schon ausgereicht hat, Interesse und Sympathie füreinander zu wecken“, zog Schulleiter Bernd Falkenhagen eine positive Bilanz. Das Ziel, die Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, die in den ersten Monaten ihres Aufenthalts in Deutschland so lange im DaZ-Bereich unterrichtet werden, bis ihre Deutschkenntnisse für den Regelunterricht ausreichend sind, mit den Schülerinnen und Schülern der Regelklassen in Kontakt zu bringen, sei auf ganzer Linie erreicht worden.

„Es wurde gesungen und getrommelt, gespielt und Sport getrieben. Sprach- und Schreibkurse wurden organisiert und die Kinder erhielten Einblick in Feste wie Weihnachten, Ostern oder auch das Zuckerfest“, lobte Beate Kuhn, die mit der Organisation der Projekttage betraut war, das Engagement, das Schüler und Lehrer unter Beweis gestellt hatten. „Von gemeinschaftsbildenden Ausflügen in die Region bis hin zu Kunstwerken aus Gips haben wir viel Kreativität erleben dürfen. Wo die Verständigung hakte, wurde notfalls mit Händen und Füßen kommuniziert“, erklärte sie. Ein besonders erfreuliches Erlebnis seien die vergangenen Tage aus diesem Grund auch für jene DaZ-Schülerinnen und -Schüler gewesen, die schon länger in den Regelklassen lernen: Sie hatten immer wieder als Dolmetscher einspringen können.

Auch die Mitglieder der Schülervertretung und des 12. Jahrgangs, die die Menschenkette organisiert hatten, blickten zufrieden auf die Projektwoche zurück: „Die Tage der Begegnung waren eine echte Bereicherung für unsere Schule.“

Die Idee zu den Projekttagen war aus der positiven Erfahrung mit Tagen der Begegnung, die schon in der Vergangenheit wiederholt zwischen DaZ-Schülerinnen und -Schülern und verschiedenen Regelklassen stattgefunden hatten, entstanden. Sie wurde von der AG Schulgemeinschaft, an der 35 Eltern, Schülerinnen und Schüler und Lehrer beteiligt sind, aufgegriffen und im Zuge einer Projektwoche umgesetzt.

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Veröffentlicht am: 
28.07.2016

Werkstattunterricht für DaZ-Schüler

Im Juni/Juli  machten 14 Schülerinnen und Schüler aus dem  DaZ-Bereich mit geringen Sprachkenntnissen (A1) für acht Tage, jeweils donnerstags und freitags, erste Erfahrungen mit der Arbeitswelt.

Bei JobA  schnupperten sie in der Küche/Hauswirtschaft und im Garten- und Landschaftsbau in die berufliche Praxis und lernten Arbeitsabläufe kennen.

Veröffentlicht am: 
15.07.2016

„Fremde Schuhe – Perspektivenwechsel zwischen Flucht und Heimat“

Im Rahmen von vier Projekttagen gestalteten die Klasse 9e der Schule am Burgfeld und einige geflüchtete Jugendliche und Migranten aus dem DaZ-Zentrum das interkulturelle Medien- und Begegnungsprojekt "Fremde Schuhe – Perspektivenwechsel zwischen Flucht und Heimat".

Am Donnerstag, 17.09.2015, präsentierten sie ein Theaterstück, einen Film und eine Ausstellung als Ergebnisse einer einwöchigen Projektarbeit, die in ihrer Entstehung professionell begleitet wurde.

Die Kunstobjekte und der Film werden im Rahmen der Interkulturellen Woche Bad Segeberg am Tag der offenen Tür (Donnerstag, 01.10.2015, 15 bis 18 Uhr) erneut im DaZ-Zentrum der Schule am Burgfeld zu sehen sein.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Veröffentlicht am: 
18.09.2015